Heute kam ein WAZ-Artikel über die DFB-Reise nach Barcelona von unserem Fußballhelden Devon Spliedt.

So geht das: Devon Spliedt erklärt seinen E-Jugendlichen eine Trainingsübung, die hören aufmerksam zu. Für seinen Alltag auf dem Platz hat Spliedt auf der Barcelona-Reise viele neue Anregungen gefunden. Foto Oliver Müller (2) und Devon Spliedt (2) Text: Philipp Ziser

Devon Spliedt wurde vom DFB nach Barcelona eingeladen. Seine Erfahrungen bringt er bei TuSpo Saarn direkt in den Trainings-Alltag ein.

Das Camp Nou in Barcelona. Ein Fußballertraum. Devon Spliedt ist überwältigt. „Klar war ich schon mal auf Schalke, in Dortmund. In Dortmund sind 80000 Plätze. Aber in Barcelona sind es fast 100000. Und alles Sitzplätze, es ist viel größer. Wahnsinn.“ Der Saarner schwärmt immer noch. „Das Feeling muss für jeden Fan ein absolutes Highlight sein.“

Drei Wochen später, Sportplatz an der Mintarder Straße. Wolkiger Himmel, es regnet (noch) nicht. Spliedt leitet das E-Jugend-Training. Er erklärt eine Torschuss-Übung. „Die habe ich aus Barcelona“, sagt er. „Die ist sehr komplex, aber gut, denn es ist viel Bewegung drin. Die Jungs machen das sehr gut.“

Nationaltrainerin ist Referentin

Spliedt hat in Barcelona keinen Urlaub, gemacht, er durfte an einer Bildungsreise des DFB teilnehmen. Jedes Jahr lädt der Deutsche Fußball-Bund rund 200 Ehrenamtliche zwischen 16 und 30 Jahren ein, als Auszeichnung und Belohnung. Das sind die „Fußballhelden“. Und der Besuch im Camp Nou war nur einer der vielen Höhepunkte der Reise nach Barcelona.

Ein Fußballertraum: Das Erinnerungsfoto im Schatten der großen Tribünen des Camp Nou ließ sich Devon Spliedt natürlich nicht nehmen. 

Spliedt, 27 Jahre alt, arbeitet als Erzieher in einer Grundschule und ist vor allem E-Jugend-Trainer bei TuSpo Saarn. Dazu noch stellvertretender Jugendleiter und Schiedsrichter. Die vielen Stunden, die er für den Verein aufbringt, lohnte ihm Jugendleiter Uwe Ganz, indem er ihn beim Kreis für die Barcelona-Reise vorschlug. „Offensichtlich hat den Kreis die Bewerbung überzeugt“, sagt Spliedt, „auf jeden Fall wurde ich aus Duisburg-Mülheim-Dinslaken eingeladen.“ So saß Spliedt schließlich im Reisebus nach Katalonien.

Die ersten Stunden nach der Ankunft im 4-Sterne-Hotel mit Meerblick hatten die Teilnehmer noch für sich – dann stand am ersten Abend direkt die erste Veranstaltung an. Referentin: Steffi Jones, Trainerin der Frauen-Nationalmannschaft. „Der Einblick in ihre Trainingsmethoden war sehr faszinierend“, meint Spliedt im Rückblick. Es gab was zu lernen, eine Bildungsreise – aber in ganz besonderer Atmosphäre.

Devon Spliedt zeigt stolz sein „Fußballheld“-Shirt, das er bekommen hat. 

Auch die Gewinner gehen baden

„Wir saßen nicht in Seminarräumen, sondern sind mit dem Bus auf die Trainingsplätze gefahren, haben auch die Theorie draußen gemacht. In der Sonne, sogar direkt am Strand.“ Am besten in Erinnerung geblieben ist eine Einheit Strandfußball: „Die Verlierer mussten dann baden gehen – und die Gewinner sind direkt hinterher.“

Auf Steffi Jones folgten: DFB-Vizepräsident Rainer Koch und Knut Kircher, verschiedene Physiotherapeuten der DFB-Teams. Und auch Futsal-Nationaltrainer Marcel Loosveld. „Das Demotraining hat mich umgehauen. Eine komplett andere Art Fußball zu spielen“, war Spliedt vom Futsal begeistert. Schiedsrichter Knut Kircher blieb besonders mit einem Zitat in Erinnerung: „Jede Entscheidung macht dich reicher. Sei mutig!“

Steffi Jones war erst Referentin, stand dann auch für Selfies bereit. 

Dank auch an alle Jugendtrainer

„Alle Vorträge waren auf ihre eigene Art spannend. Kircher hat mich am meisten fasziniert“, findet Fußballheld Spliedt, der nach intensiven Tagen mit der Gruppe einen Abschluss in einem Bauernhaus in der Umgebung von Barcelona feierte, bevor es auf den Weg zurück nach Deutschland ging.

Die Bildungsreise war nicht nur Fußball-Urlaub, Spliedt hat viel gelernt, was er bei TuSpo wieder aufgreifen kann: „Spannende Einblicke, fachlicher Input, neue Erfahrungen, neue Bekanntschaften.“ Sein Verein ist es, dem er unbedingt danken möchte: „TuSpo, besonders Uwe Ganz hat es erst möglich gemacht, dass ich in der engeren Auswahl stand.“

Fußballhelden gibt es überall

Für alle äußeren Umstände, die Referate, die Organisation hat er nur Lob: „Der Hammer.“ Ebenso sagt er aber auch: „Ich habe das Gefühl, ich habe diesen Preis stellvertretend bekommen, das macht es besonders. Mein Dank geht deshalb auch an alle ehrenamtliche Jugendtrainer, die Woche für Woche immer wieder sportlichen und sozialen Einsatz zeigen.“

Sie sind alle echte Fußballhelden. Ganz egal, ob auf einem kleinen Sportplatz oder im großen Camp Nou.

   
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